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„Beteiligung von IFN-ß und den angesteuerten STAT Signalwegen der Osteoporose“

Osteoporose ist eine Krankheit, bei der es zu einer Imbalance zwischen dem Knochenaufbau durch die Osteoblasten und dem Knochenabbau durch die Osteoklasten kommt. Dabei spielt Interferon beta (IFNbeta) und der STAT1-Signalweg eine große Rolle.
Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden, welchen Effekt IFNbeta auf die Osteoblasten und –klasten von Probanden mit Osteoporose im Vergleich zu gesunden Probanden hat.

Dazu rekrutierte man 12 Patienten mit Osteoporose, deren Oberschenkelhals nach einem geringfügigem Trauma gebrochen war und 11 Patienten mit Oberschenkelhalsbruch, aber ohne Osteoporose.  Bei beiden Gruppen musste der Oberschenkelhals und –kopf ersetzt werden, sodass man aus dem entnommenen Knochen sowohl Osteoblasten als auch –klasten gewinnen konnte.

Anschließend stimulierte man die Zellen mit IFNbeta und untersuchte sie.

Dabei fand man heraus, dass IFNbeta keine Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und die Produktion von knochenaufbauenden Proteinen der Osteoblasten hatte.
Bei den Osteoklasten hingegen konnte man nachweisen, dass IFNbeta zu einer deutlich niedrigeren Aktivität führt.
Außerdem beobachtete man, dass auch der STAT1-Signalweg sowohl bei Probanden mit, wie auch bei Probanden ohne Osteoporose verstärkt aktiviert wird. Dabei war er stärker in den Osteoklasten von Probanden mit Osteoporose aktiviert, während es bei den Osteoblasten der beiden Gruppen keine Unterschiede gab.

Förderdatum

1. Juni 2010

Forscher*innen

Dr. Vester, Prof. Wildemann

Universität

Abteilung für Unfallchirurgie, Klinikum rechts der Isar, TU München

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