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„Die Rolle von Interleukin-11 bei altersbedingtem Knochenverlust“

Die Knochenstruktur wird maßgeblich durch die Aktivität der Knochen-bildenden Osteoblasten und der Knochen-resorbierenden Osteoklasten bestimmt. Dabei werden etwa 10% des Knochens jedes Jahr ab- und wieder aufgebaut, um schadhafte Stellen zu reparieren und die Knochenstabilität zu gewährleisten. Im Alter nimmt die Leistung vor allem von Osteoblasten ab, wodurch sowohl die Knochenmasse, als auch die Knochenstabilität abnimmt. Sowohl Osteoblasten als auch Osteoklasten werden durch den Botenstoff Interleukin 11 (IL-11) positiv beeinflusst. In diesem Projekt wollten wir daher untersuchen, ob sich IL-11 auf die Knochenstruktur und insbesondere auf altersbedingten Knochenverlust auswirkt.
Wir haben herausgefunden, dass sowohl Osteoblasten als auch Osteoklasten IL-11 produzieren. Im Alter nimmt die Produktion von IL-11 ab. Auch im Serum war die IL-11-Konzentration bei Probanden ab 50 Jahren im Vergleich zu Probanden zwischen 20 und 29 Jahren verringert. Wir halten es für möglich, dass die Abnahme von IL-11 im Alter auch zu einer geringeren Knochenumbaurate führt, wodurch die Qualität des Knochens nachlässt. Einen direkten Zusammenhang zwischen der IL-11 Konzentration im Serum und der Knochendichte konnten wir nicht feststellen. Allerdings wurden tendenzielle Zusammenhänge mit Markern für Knorpelabbau und Knochenaufbau gesehen, weshalb wir uns in der Zukunft den Verlauf der Knochendichte der Probanden anschauen wollen.

Förderdatum

28. November 2016

Forscher*innen

Dr. Ulrike Harre

Universität

Universitätsklinikum Erlangen

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