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„Immunologische Funktionsanalyse mesenchymaler Knochenmarks-Stammzellen“

In diesem Projekt ging es um die Unterschiede zwischen Stammzellen von gesunden Probanden und Stammzellen von Probanden mit Osteoporose. Dabei wurden drei unterschiedliche Aspekte untersucht.

Zuerst wurde untersucht, ob und wie sich die Stammzellen der gesunden Probanden von denen mit Osteoporose unterscheiden.
Dazu wurden die Zellen in Bezug auf bestimmte Oberflächenmarker und Rezeptoren verglichen und es wurde untersucht, ob die Stammzellen das Immunsystem beeinflussen können.
Dabei fiel auf, dass die Zellen von Probanden mit Osteoporose verstärkt den Rezeptor CB2 auf ihrer Oberfläche haben. CB2 spielt eine Rolle im Knochenstoffwechsel.
Sonst konnten keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden.

Im zweiten Abschnitt gab man verschiedene Substanzen wie Dexamethason, TGF-beta und Amandamid (was an den CB2-Rezeptor bindet) zu den Zellen und untersuchte, ob sie einen Einfluss auf die Expression von bestimmten Genen haben.
Als Ergebnis sah man, dass nur die Gene von osteoporotischen Probanden stärker exprimiert wurden, wobei Amandamid die stärkste Wirkung hatte. Das korreliert mit dem Ergebnissen aus dem ersten Teil, wonach CB2-Rezeptoren stärker in osteoporotischen Zellen vorhanden sind.

Im dritten Teil wurde untersucht, wie sich die Zellen verhalten, wenn man sie als 2D-„Zellrasen“ oder als 3D-Microspheres kultiviert und sie sauerstoffarmen Bedingungen aussetzt. Diese Versuche wurden nur an Zellen von gesunden Probanden durchgeführt.
Dabei kam heraus, dass es bestimmte Proteine gibt, die unter sauerstoffarmen Bedingungen nur in Mikrospheres beziehungsweise deutlich stärker in ihnen produziert werden.
Man kann also Versuche, die an Zellen in 2D-Kulturen nicht unbedingt auf den lebenden Menschen übertragen.

Förderdatum

15. Dezember 2010

Forscher*innen

Dr. Pflugmacher

Universität

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn

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