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„Molekulargenetik des DDR2-Rezeptors in der Osteoklasten-(Patho-)Genese“

Um eine gesunde Knochensubstanz aufrecht zu erhalten, müssen sich Knochenauf- und -abbauende Prozesse die Waage halten. Dies geschieht durch Kommunikation und gegenseitige Regulation zweier maßgeblicher Zelltypen, den knochenaufbauenden Osteoblasten und den knochenabbauenden Osteoklasten. Die Osteoklasten sind häufig auch an degenerativen Knochenerkrankungen beteiligt (z.B. Osteoporose) und daher von hohem klinischen Interesse.

Wir konnten kürzlich zeigen, dass der Genschalter C/EBPβ an der Steuerung der Osteoklasten­entwicklung und -aktivität beteiligt ist. In einer umfassenden genetischen Suche  nach C/EBPβ-Zielgenen sind wir auf den Zelloberflächen-Rezeptor DDR2 (Discoidin Domain Receptor 2) gestoßen, der durch Kollagen-Fragmente, also Knochenabbauprodukte, aktiviert werden kann. Mithilfe von genmodifizierten Mäusen stellten wir fest, dass fehlendes DDR2 zu erhöhtem Knochenabbau und einer veränderten Knochensubstanz führt. DDR2 scheint demnach eine wichtige Rolle auch in der Osteoklastenfunktion zu spielen. Wir vermuten, dass DDR2 seine Funktion beim Knochenabbau indirekt durch Fehlregulation der Kommunikation zwischen den Knochenzelltypen ausübt.

Förderdatum

5. Dezember 2013

Forscher*innen

Prof. Dr. Achim Leutz

Universität

Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin, Berlin-Buch

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