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„Stimulation die Knochenheilung unter Gabe eines Sklerostin-neutralisierenden Antikörpers“

Je älter man wird, desto leichter kann es passieren, dass man sich etwas bricht, besonders wenn man Osteoporose hat.
Ob und wie gut ein Bruch wieder heilt hängt davon ab, wie stark er während der Heilungsphase beansprucht wird. Diese Beanspruchung, so vermutet man, wird von einem bestimmten Zelltyp, den Osteozyten, detektiert.
Bemerken die Osteozyten einen mechanischen Reiz, so schütten sie ein Protein aus, das Sklerostin, welches über einen Signalweg das Knochenwachstum hemmt.

In dieser Studie untersuchte man die Auswirkung einer Therapie mit Sklerostin neutralisierenden Antikörpern, bei verschiedenen Belastungen, auf die Knochenheilung.
Dazu wurden Mäusen künstlich Knochenbrüche am Oberschenkel zugefügt, die anschließend stabilisiert wurden. Zur Stabilisierung benutzte man steife Fixateure, die nur eine geringe Bewegung der gebrochenen Knochenenden gegeneinander zulassen und semi-steife, die es in größerem Ausmaß zulassen. Im weiteren Verlauf wurden dann die Sklerostin-Antikörper gespritzt und die Knochenheilung durch Computer-Tomographie-Aufnahmen im Abstand von 7 Tagen kontrolliert. Nach 21 Tagen wurde der Knochen außerdem auf seine Belastbarkeit geprüft.

Nach Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, dass die Sklerostin-neutralisierenden Antikörper zu einer verbesserten Heilung des Knochens führten. Dabei war die Heilung der Knochenbrüche, die mit einem steifen Fixateur versorgt waren weiter fortgeschritten, als die mit einem semi-steifen Fixateur. Außerdem beobachtete man, dass die Sklerostin-neutralisierenden Antikörper auch die Belastbarkeit des nicht gebrochenen Oberschenkels verbesserten.

Förderdatum

21. Juni 2012

Forscher*innen

Dr. Willie

Universität

Julius Wolff Institut der Charité Universitätsmedizin Berlin - Mitte

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